Der erste Professor der Paläobotanik

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Wie das Besitztum der Kohleminen Karl zu akademischen Erfolgen führte.

Karl Rudolph wusste, wie man geboren wird: Im Jahre 1881 kam er in der Familie des Teplicer Architekten Hermann Rudolph zur Welt. Der beendete gerade ein Projekt der neuen Synagoge und in Kürze erwarteten ihn auch Aufträge zum Bau der Ústí-Teplice-Bahn. Ebenfalls wie auch weitere Herren von der Bahn nahm er sowohl an der Stadtverwaltung, als auch an vielversprechend sich entwickelnden Geschäften teil.

Gerade der Anteil seiner Familie an den Braunkohlegruben inspirierte den jungen Karl zur Auswahl seiner Studiumsspezialisierung. Er hatte das Gymnasium in Teplice absolviert, und als Sohn einer prominenten Familie studierte er dann selbstverständlich in Wien. Gerade hier orientierte er sich auf die Botanik und Geologie.

Zum Wendepunkt in seiner relativ langweiligen Karriere kam es durch das Testen einer neuen Methode zur Altersbestimmung einer Bodenprobe durch Pollenkerne. Diese erfolgreiche Methode ermöglichte Rudolph die Landschaftsentwicklung zuerst im Erzgebirge und dann auch anderswo genau zu bestimmen. Rudolph hat somit die tschechische Geologie an die Spitze gebracht, die mit der Qualität der damals traditionell Führenden im Fach – schwedischen Forschern – vergleichbar war.

Im Jahre 1924 wurde Karl Rudolph zum ersten Professor der Karl-Ferdinand-Universität im Bereich der Paläobotanik ernannt. Unter Experten hat sein Name immer noch einen hohen Stellenwert. Im Jahre 2014 hat das Labor für Paläoökologie der Fakultät der Naturwissenschaften an der Karls-Universität in Prag seinen Namen in ihre Benennung gegeben.

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