Das älteste Heilbad Tschechiens

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Eröffnung der 861. Badesaison? Weit gefehlt! Im Jahre 2154 erwartet die Bürger von Teplice wohl eine große Feier. Werden alle Badesaisons so wie bis jetzt nummeriert, kommt es in 139 Jahren zum 1000 Jubiläum, zumindest gedachten Jubiläum.  Das Nummerieren der Badesaisons basiert nämlich auf ähnlichen wackeligen Gründen, wie Entdeckung der hiesigen Heilwasserquellen, die bereits im Jahre 762 Václav Hájek von Libočany angelegt hatte.

Die Entdeckung der warmen Gewässer erwähnt ein Chronist schon im Jahre 1539 und eine Legende über ein verbrühtes Schweinchen wird fast siebzig Jahre später aufgezeichnet. Die Glaubwürdigkeit eines solchen Geredes ist besonders dann zweifelhaft, wenn archäologische Funde die Nutzung dieser Quellen bereits am Anfang der Zeitrechnung durch Kelten bestätigen.

Die Entstehung des Heilbades wird von der Gründung des Benediktinerinnen-Klosters im Jahre 1154 abgeleitet. Dieses Jahr als erste Badesaison zu bezeichnen ist jedoch vermessen. Das Bad als Dienstleistung entstand irgendwann während des 15. bis 16. Jahrhunderts. Heute hätten wir also etwa die fünfhundertste Saison gehabt.

Die Nummerierung einer Badesaison ist ein irreführender Unsinn. Schließlich neigen andere (und heutzutage berühmtere) Kurstädte wie Mariánské Lázně oder Karlovy Vary auch nicht zu einer solchen Fiktion.

Egal ob wir die 500. oder 861. Saison haben, das Heilbad in Teplice zählt wirklich zu den ältesten in Tschechien. Das ist eine Devise, die für künftige Prosperität zwar von keiner großen Bedeutung ist, wir können sie jedoch als Verpflichtung wahrnehmen, damit wir diese über viele Jahrhunderte lange Tradition nicht untergehen lassen.

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